Samstag, 11. August 2012

Sportjournalismus à la bonne heure

Foto: Jabs


"Die perfekte Mannschaft" - Ronald Reng! So wünsche ich mir die Sportberichterstattung - Informationen aus dem nahen Umfeld der Akteure, schön geschrieben:
http://www.badische-zeitung.de/olympische-spiele/rechenaufgaben-beim-torschusstraining--63066899.html

Freitag, 10. August 2012

Lee Miller






Fotos: Lee Miller


Kunstmagazine, Kultursendungen und das Feuilleton der Zeitungen berichten über diese Ausstellung - nicht zu unrecht! Sie wird außerordentlich gut besucht.

Man sieht Porträts berühmter Persönlichkeiten (Picasso, Max Ernst, Igor Strawinsky), anmutige Modefotos, surrealistische Ansichten und schöne Impressionen aus Ägypten. Die Berliner Lee Miller-Fotoschau beeindruckt aber auch mit schrecklichen Bildern aus dem 2. Weltkrieg (misshandelte KZ-Insassen (Bild 6), erschossene SS-Angehörige, ermordete Rotes Kreuz-Helferinnen, eine Erschießungsszene) - grandios ist die Aufnahme "Fire Masks 1941", die zwei junge Londonerinnen auf einer Zeitung vor dem Einstieg in einen Luftschutzkeller sitzend zeigt (Bild 2).
Alle vierzig Arbeiten sind tolle Abzüge (im Mittelformat fotografiert) und bestechen einfach durch großartige Qualität - sie sind herrlich anzusehen.
Die amerikanische Künstlerin (1907-1977) war in der Jugend ein wunderschönes Fotomodell (Bild 1), dann Assistentin des Großmeisters Edward Steichen, Mitarbeiterin (und Muse) Man Rays, später wurde sie eine erfolgreiche Mode- und Werbefotografin, um sich dann zur aufgeklärten Reporterin und mutigen Kriegsberichterstatterin zu entwickeln. So erlangte sie als eine der eindrucksvollsten Lichtbildnerinnen des 20. Jahrhunderts Weltruhm, jedoch machte das Schicksal mancher so schöner Frauen auch vor ihr keinen Halt. In ihrer Zeit nahm man sie mehr als schillernde Modefotografin, denn als investigative Journalistin wahr. Dieses Dilemma führte sie in Neurosen und die Trunksucht.   
Lee Miller-Fotos scheinen zurzeit omnipräsent zu sein - Das Foto in der Badewanne von Adolf Hitler (Bild 4) erregt auch auf der Documenta 2012 Aufsehen (wird auch in der Galerie Hiltawsky präsentiert). 

Donnerstag, 9. August 2012

Stimmen aus dem Jenseits

Foto: Jabs


Der Prenzlauer Optikermeister Jochen Steudel versucht mit übersinnlichen Kräften, einen ungeklärten Mordfall in seiner Heimatstadt zu klären: 
http://www.nordkurier.de/
cmlink/nordkurier/lokales/prenzlau/kerstin-finden-wir-dich-hier-1.459395

50. Todestag Hermann Hesse

Foto: Jabs


Eine besinnliche und sorgfältig fotografierte Dokumentation über den schwierigen Außenseiter Hermann Hesse. Dieser einsame Held der "Beat Generation" schrieb wohl lebenslang immer wieder über sich selbst!
"Der Weg nach innen": 

Folgende Texte sind mir besonders aufgefallen: 

"Voll von Freunden war mir die Welt, 
als noch mein Leben licht war. 
Nun, da der Nebel fällt, 
ist keiner mehr sichtbar. 
Wahrlich, keiner ist weise, 
der nicht das Dunkel kennt,
das unentrinnbar und leise 
von allen ihn trennt. 
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein. 
Kein Mensch kennt den andern, 
jeder ist allein." 

"Ich gäbe meine linke Hand dafür, wenn ich wieder ein armer froher Junggeselle wäre, der nichts hat als zwanzig Bücher, ein paar Reservestiefel und eine Schachtel voll heimlicher Gedichte."

Samstag, 4. August 2012